Wie du Maya Bay aus „The Beach“ ohne Touristenschwärme besichtigst.

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Maya Bay aus „The Beach“ in Thailand

Die Maya-Bay auf der thailändischen Insel „Koh Phi Phi Leh“ ist spätestens seit dem Film „The Beach“ mit Leonardo Dicaprio weltberühmt. Millionen Touristen schwärmen jährlich dahin, um ein Stück vom Paradies zu entdecken und werden dann herbe enttäuscht, wenn sie merken, dass auch Hunderte andere die Idee hatten und der Strand total überfüllt ist. Wie du den Strand jedoch fast ganz für dich haben kannst, erfährst du hier!

Als ich in Thailand war und in den Süden reiste, wollte ich mir natürlich nicht die bekannten Inseln entgehen lassen. Natürlich wusste ich, dass es wahrscheinlich mega überfüllt und touristisch werden würde, aber ich wollte es trotzdem sehen, schließlich war es ja nicht umsonst so beliebt. Also nahm ich eine Fähre vom Festland, genauer gesagt von Krabi, nach Koh Phi Phi – die Hauptinsel. Die Fahrt verging schnell und als am Horizont die ersten Berge der Insel und die ersten kleinen Boote sah, freute ich mich schon riesig.

Koh Phi Phi

Auf Koh Phi Phi angekommen, war ich erst einmal geschockt von den Menschenmassen. Ich kam mir vor wie auf einem Volksfest. Ich schlängelte mich durch die Menschen zu meinem Hostel, wobei ich alle paar Minuten angequatscht wurde, ob ich denn nicht gerne einen Tauchgang oder ein Boatscruise oder was auch immer machen wollte. Es war warm, ich hatte meinen schweren Backpack auf dem Rücken (ich liebe ihn trotzdem 🙂 ),wollte einfach nur in mein klimatisiertes Hostel und war mega genervt von den ganzen Menschen – ständig angequatscht werden war da nur das i-Tüpfelchen. Nachdem ich mich im Hostel etwas akklimatisiert hatte und nicht mehr so genervt von allem war (haha), ging ich auf Erkundungstour über die Insel. Und ich muss sagen, der Eindruck wurde zwar besser, aber trotzdem bot sich leider vielfach dieses Bild: Souvenirshop an Souvenirshop, an Bar, an Souvenirshop geklatscht – da war kein Millimeter mehr landestypisch. Zumindest der Strand war ganz schön, aber auch hier waren leider recht viele Touris ^^ –  und die andere Seite war quasi Bootsanlegerplatz. Wer allerdings das erste Mal in Thailand ist, hat hier etwas schönes zu gucken 🙂 ..überall diese bunten typischen Holzboote..die haben schon echt was 🙂 Trotzdem sollte man sich vorher schon einmal seelisch und moralisch auf die Menschen einstellen. Ich kam übrigens später beim Rumreisen im Norden Thailands mit einigen anderen Reisenden ins Gespräch, die schon oft in Thailand waren. Die sagten mir, dass es deutlich ursprünglicher und schöner dort vor dem Tsunami war und man erst danach diese ganzen Souvenirshops Haus an Haus aufgezogen hatte – wirklich schade.

Koh Phi Phi Aussichtspunkt

Trotz der ganzen Massen, kann ich allerdings wirklich die kleine Wanderung zum Aussichtspunkt empfehlen. Viele lassen das aus, da sie nur auf Durchreise zu einer der kleineren Insel in der Umgebung oder vielleicht auch einfach zu faul waren 😉 . Ich bin direkt nach dem Frühstück losgewandert, um noch etwas der Mittagshitze zu entkommen (hat leider nicht ganz geklappt, da es länger als gedacht dauerte haha) und fand einen relativ leeren Aussichtspunkt mit vielleicht 10 anderen Menschen vor. Dort oben erwartet einen sogar ein kleiner Kiosk mit Getränken und Eis 😀

Und der Ausblick ist wirklich atemberaubend! Man hat einen Überblick über die komplette Insel, hat die Ruhe, die man im Tal nicht hat und sieht paradiesische Palmen und türkisblaues Wasser. Ich war bestimmt 2 h dort oben, weil es so schön war 🙂

Maya Bay Tour

Nachdem ich nun erlebt hatte, wie überfüllt Koh Phi Phi war, wollte ich einen Weg finden, mir Maya Bay ohne diese ganzen Touristenschwärme anzugucken. Es gab vereinzelt Boote, die anboten, vor bzw mit Sonnenaufgang dort hinzufahren und so den Massen zu entkommen. Allerdings hatte man dann auch nur eine Stunde Ruhe und wurde dann doch überrannt. Ich recherchierte ein wenig und entdeckte eine gewisse „Sleep Aboard“-Tour von Mayabaytours im Internet. Ihr Angebot hörte sich perfekt an: man hielt, auf dem Weg zur Maya Bay an schönen Schnorchel-Spots, bei denen wir Kajaken konnten, sowie Höhlen an und erreichten zum frühen Nachmittag die Bucht. Viele andere Touren waren zu diesem Zeitpunkt schon beendet, wobei es trotzdem noch recht voll auf der Insel war. Wir hatten also Zeit, die Insel etwas zu erkunden und durch den kleinen Dschungel zu laufen und warteten, wie nach und nach alle Boote ablegten. Bis nur noch wir übrig blieben. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass es verboten ist, auf der Insel zu übernachten. Bei der Sleep Aboard Tour übernachtet man, wie der Name schon vermuten lässt, allerdings auf dem Schiff, welches in der Bucht ankert. Bis wir allerdings auf das Schiff kamen, hatten wir erst einmal den Strand und die Bucht ganz für uns :D. Unsere Tourguides hatten ein kleines Lager aufgeschlagen, wo wir Barbecue machten,etwas tranken und am Lagerfeuer saßen. Gegen 21 Uhr ging verließen wir dann die Insel und fuhren mit unserem kleinen Schlauchboot zum großen Boot.

Ein weiteres Highlight, bevor es schlafen ging, war allerdings noch das Leucht-Plankton, wie ihr es eventuell auch schon aus dem Film „The Beach“ kennt. Ich dachte ehrlich gesagt nicht, dass es das wirklich gibt ^^ Falsch gedacht! Sobald es dunkel ist und man die Hand in das Wasser gleiten lässt, leuchtet das Wasser an der Stelle auf.. als hätte jemand Tausende kleine Lichter angeknipst. Nachts ins tiefe Meer zu hopsen gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, da man einfach NICHTS sieht und ich mir immer vorstelle, dass gleich ein riesiger Wal von unten kommt und mich verschluckt- wie bei Pinocchio ^^ Man ist schließlich nicht in sicherer Strandnähe. Aber da muss man sich einfach mal überwinden, Taucherbrille schnappen und reinhüpfen, denn was einen dann erwartet, ist ein riesiger Sternenhimmel unter Wasser 😀 Das Plankton fängt bei Bewegungen an zu leuchten. Das heißt: je mehr man mit den Armen und Beinen strampelt, desto heller wird es um einen – total faszinierend! Da man sonst nur schwarz unter Wasser sieht, funkelt es wie ein Sternenmeer neben, über und unter einem 🙂 Das sollte jeder mal erlebt haben!

Nach der Nacht auf dem Schiff und einem Frühstück ging es dann am nächsten Morgen noch einmal ganz früh an den Strand, um ihn auch dort noch einmal ohne Touristen genießen zu können.

Maya Bay Passport full of Happiness Josephine Nitschke (33)

Maya Bay Passport full of Happiness Josephine Nitschke (1)

Fazit

Ich muss sagen, dass das eine wirklich lohnenswerte Tour war. Den Preis halte ich auch für verkraftbar, da man zwei Mal an den Strand fährt, 2x Essen, Plankton-Nachtschnorcheln, Übernachtung und Tag-Schnorcheln inklusive Kajaken in kleinen schönen Buchten mit vielen bunten Fischen dabei hat und Koh Phi Phi generell im Vergleich zu anderen Destinationen in Thailand recht teuer ist.

Kosten Fährticket Krabi-Koh Phi Phi: Oneway ca. 10 Euro für 2 h -Überfahrt

Kosten Sleep-Aboard-Tour: ca. 88 Euro

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder weitere Tipps? 🙂 Dann lasst mal hören!

Josephine Nitschke Passport full of Happiness

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